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Jagen im Kanton Luzern

Jagen im Kanton

Fäälimärt 2026

Fäälimärt 2026
Es besuchten weit über 1000 Jägerinnen und Jäger sowie jagdinteressierte Personen den beliebten Fäälimärt in Sursee, an welchem 276 Felle aufgeführt wurden. An der gleichzeitig stattfindenden Generalversammlung des Verbandes Revierjagd Luzern (RJL) wurde die Erhöhung des Mitgliederbeitrags durch die Mitglieder beschlossen.

Am Dienstag, 10. Februar 2026 besuchten die Luzerner Jäger/innen und solche aus den benachbarten Kantonen sowie Jagdinteressierte den Fäälimärt in der Stadthalle Sursee. Der «Jägersonntag», welcher stets am Dienstag vor dem Schmutzigen Donnerstag stattfindet, ist der wichtigste Anlass des Luzerner Jägerverbands Revierjagd Luzern. Dieser stand in diesem Jahr unter dem Motto «Fuchs» und wurde von der Fäälimärt-Kommission, unter der Leitung von Thomas Emmenegger, Schüpfheim, erneut hervorragend organisiert.
Die Musikalische Umrahmung erfolgte durch den Auftritt vom Entlebucher Jägerchörli, welcher aufgrund der gelungenen Darbietungen mit grossem Applaus belohnt wurde. Dieser traditionelle Grossanlass
hat bei den Luzerner Jägern einen hohen Stellenwert.

Nebst dem Pelzfellmarkt findet jeweils die Generalversammlung von Revierjagd Luzern statt. Präsident Fabian Stadelmann führte wie gewohnt souverän durch die Traktanden und wies auf die gestiegenen Anforderungen rund um die Luzerner Jagd hin und die Vorteile dem als Verband entgegenzutreten, um die Kräfte zu bündeln, zum Wohl der Luzerner Jagd. Unbestritten habe der Fuchs in der Natur eine wichtige Funktion und leiste seinen Beitrag für ein stabiles Ökosystem. Die Fuchsjagd werde aber oft emotional und fälschlicherweise als unnötig betrachtet. Sie dient jedoch grundsätzlich der massvollen Regulierung eines gesunden Bestands, um damit Konflikte in Siedlungsnähe vorzubeugen und bedrohte Arten zu schützen, besonders Bodenbrüter oder Feldhasen. 

Engagement der Jägerschaft wird gewürdigt
Nachdem der Verbandspräsident die 685 Stimmberechtigten sowie einige Gäste willkommen hiess, überbrachte die Regierungspräsidentin, Dr. iur. Michaela Tschuor, wohlwollende Grüsse von der Luzerner Regierung. Sie dankte den Luzerner Jägern für ihr grosses Engagement, insbesondere auch für die Hege und Pflege über das ganze Jahr hinweg zum Wohle der Natur und Gesellschaft. Sie erinnerte dabei an die Verantwortung des Jägers sowie den Respekt und die Demut gegenüber der Natur und bewies dabei fundierte Kenntnisse über die Jagd. Diese sehr wertschätzenden Worte wurden von der Luzerner Jägerschaft unter grossem Applaus dankbar angenommen.


Weniger Felle als im Vorjahr
Insgesamt wurden dieses Jahr 276 Felle am Fäälimärt aufgeführt. Dies waren einige weniger als noch in den vorangehenden Jahren. Der Preis für dieses hochwertige Naturprodukt bleibt leider weiterhin weit unter dem tatsächlichen Wert. Im Hinblick auf den erheblichen Arbeitsaufwand für das Abbalgen eines Fuchses, der bei ungefähr einer Stunde liegt, ist der Erlös verschwindend gering. Umso mehr freut sich die Fäälimärtkommission, dass es trotzdem so viele Jäger gibt, welche sich die Mühe machen, die Tradition leben und den bejagten Fuchs auch verwerten wollen.


Jahresrechnung und Beitragserhöhung
Der scheidende Geschäftsführer RJL, Peter Krummenacher, musste in der Jahresrechnung 2025 ein Mehraufwand von über Fr. 16'000 bekannt geben. Trotz dieses Defizits erteilten die Stimmberechtigten dem Vorstand RJL einstimmig Decharge. Gleichzeitig wurde vom Vorstand des Verbands eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags für das Jahr 2026 um Fr. 35.—auf künftig Fr. 120.—pro Jahr vorgeschlagen. Peter Krummenacher erläuterte den Anwesenden fundiert, warum diese moderate Erhöhung des Mitgliederbeitrags nötig ist, nämlich um als Verband auch in Zukunft die Interessen der Luzerner Jäger angemessen und wirkungsvoll vertreten zu können. Diese Botschaft fand bei den anwesenden Stimmberechtigten Gehör. Die Beitragserhöhung wurde mit grosser Mehrheit und nur sehr wenigen Gegenstimmen angenommen. Mit dieser Beitragserhöhung konnte er schliesslich das Budget 2026 mit einem Überschuss von zirka Fr. 5000.—präsentieren. Auch dieses wurde einstimmig angenommen.


Ehrungen / Ernennungen
Kilian Zemp, Schüpfheim, wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Er war während den Jahren 2014 bis 2025 mit grosser Leidenschaft als Ressortleiter Hundewesen RJL tätig.

Die Ehrenmitgliedschaft wurde ebenfalls an Peter Krummenacher, Rain verliehen. Als langjähriges Vorstandsmitglied leitete er die Geschäftsstelle RJL von 2015 bis 2025.
Seine Nachfolge hat Daniel Johnson, am neuen Standort in Triengen anfangs dieses Jahres angetreten.

Jagdschützenkönig
Zum Luzerner Kantonaljagdschützenkönig RJL 2025 wurde Tobias Beer aus Marbach erkoren. Herzliche Gratulation an den treffsicheren Jäger, welcher den Titel erneut in die Sektion Entlebuch geholt hat. Der Zweite Rang ging an Reto Felder, Rengg. Im dritten Rang wurde Matthias Tanner, Hofstatt aufgeführt. Auch diese Schützen haben mit aussergewöhnlicher Treffsicherheit überzeugt.


Glücklicher Hauptpreisgewinner
Der Tombola-Hauptpreis, ein neuer Opel Frontera, ging nach Geuensee. Der glückliche Gewinner Michael Wyss durfte sich über den sensationellen Hauptpreis freuen, nachdem er wortwörtlich das grosse Los mit der Nr. 238 gezogen hatte.
Ebenfalls freuen konnte sich der Jagdverein Ermensee. Sie haben den Gesellschaftspreis, einen Gutschein im Wert von 1500 Franken (Hotel Bergwelten Salwideli), gewonnen.
Die Fäälimärtkommission dankt allen Teilnehmern der Tombola und freut sich mit allen Gewinnern!

Nicht vergessen sollte man die zahlreichen Helfer und Helferinnen, welche unentgeltlich mitwirken für diesen gelungenen Anlass. Ihnen gehört ein tief empfundener Weidmannsdank für die tolle Arbeit und ihr Engagement!

Text: Toni Melillo, Fäälimärtkommission
Fotos: Ramona Meyer-Stöckli, RJL, Redaktion:

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