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Jagen im Kanton Luzern

Jagen im Kanton

Übergabsfeier 2020 in Willisau

Übergabsfeier 2020 in Willisau
Übergabe vom Jagdfähigkeitsausweis des Kantons Luzern in Willisau

35 Jäger/innen haben die Jagdprüfung bestanden

Im Jagdrevier Willisau-Ost erhielten 5 Jagdlehrgängerinnen und 30 Jagdlehrgänger den Fähigkeitsausweis. Zudem wurde ein Experte aus der Prüfungskommission verabschiedet.

Am Donnerstag, 24. September 2020, konnten 5 Kandidatinnen und 30 Kandidaten den Jagdfähigkeitsausweis in Empfang nehmen. Die Feier fand bei der Lothar-Hütte Mettenberg in Willisau statt. Nach einer für die Jägerinnen und Jäger intensiven Ausbildungszeit durfte Philipp Amrein, Präsident der Prüfungskommission, den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Jagdlehrganges 2019/2020 zur bestandenen Jagdprüfung gratulieren. "Wissen ist die Grundlage für das Können", mit diesen Worten übergab Philipp Amrein den neu brevetierten Jägerinnen und Jäger den Jagdfähigkeitsausweis. Der Prüfungskommissionspräsident gab den erfolgreichen Lehrgangteilnehmenden den Rat mit auf den Weg, das Erlernte stetig weiter zu entwickeln und es in der Praxis fachmännisch umzusetzen. "Jäger werden ist das Eine - Jäger sein ist das Andere. Ihr seid nun Botschafter der Natur und des jagdlichen Handwerks sowie zugleich Sprachrohr der Jägerschaft. Ab jetzt hat jagdliches Handwerk für euch eine ganz andere Bedeutung. Ihr stellt dieses Handwerk mit eurem Tun in der Öffentlichkeit sowie bei Jagdkameraden/innen unter Beweis", fuhr Amrein fort.

Jagdprüfung infolge der Pandemie Covid-19 verschoben
Vor rund eineinhalb Jahren haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten für den einjährigen Jagdlehrgang entschlossen. Aufgrund der Pandemie Covid-19 musste die Ausbildung zwischenzeitlich unterbrochen werden. Dadurch wurde die Prüfung erst jetzt im Herbst abgenommen, anstatt wie gewohnt im Frühling. Ausnahmsweise dauerte dieser Jagdlehrgang eineinhalb Jahre. Die Prüfungskommission hielt aber daran fest, dass der Lehrgang noch heuer durch die Prüfung beendet werden konnte.

Von den Lehrgangsteilnehmenden wird viel verlangt
Endlich haben sie es geschafft - die intensive Zeit des Lehrganges und der Prüfungsvorbereitung ist nun abgeschlossen. Mindestens 100 Stunden in Kursen, auf Reviergängen und Einsätzen im Revier müssen die Lehrgangteilnehmenden aufweisen, ehe sie zur Prüfung zugelassen werden. Als Erstes haben die Teilnehmenden die sichere Handhabung der Jagdwaffen und die Treffsicherheit im jagdlichen Schiessen unter Beweis zu stellen. Da der Lebensraum des Wildes immer mehr zum Erholungsraum des Menschen wird, braucht es sehr viel Konzentration und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit einer Waffe. Die mündliche und schriftliche Prüfung umfasst schliesslich die Fachgebiete Jagdrecht, Waldkunde und Lebensraum, Wildbiologie, Jagdkunde und jagdliches Brauchtum sowie Jagdhunde.

Verabschiedung
Martin Filli, Willisau, wird per Ende Juni 2021 als Experte, aus der Jagdprüfungskommission, zurücktreten. Philipp Amrein, Präsident der Jagdprüfungskommission, hielt Rückschau auf das kompetente, wohlwollende sowie fachkundige Mitwirken und Prüfen von Martin Filli. Der Revierförster Martin Filli wurde im Mai 2010 vom Regierungsrat in sein Amt als Experte der Jagdprüfungskommission gewählt. Während zehn Jahren vermittelte er sein Fachwissen im Themenbereich Waldkunde und Lebensraum. „Der Wald sowie die Vernetzung und Ökologie liegt Martin Filli sehr am Herzen, das konnte man immer wieder feststellen, wenn er mit grossem Engagement und Herzblut die Jagdlehrgänger/innen auf ihre Jagdprüfung vorbereitete“, betonte Philipp Amrein. Er übergab Filli ein Geschenk und verabschiedete ihn mit einem kräftigen Waidmannsdank.

Glückwünsche und Dank
Die Grüsse vom Kantonalverband Revierjagd Luzern, überbrachte Präsident Peter Küenzi. Er gratulierte den erfolgreichen Prüfungsteilnehmenden und dankte insbesondere der Jagdverwaltung für das gute Einvernehmen sowie den Ausbildnern und Prüfungsexperten für ihr Engagement. „Ein ganz grosses Dankeschön gebührt der gastgebenden Jagdgesellschaft Willisau-Ost unter der Leitung von Obmann Beat Meyer sowie den Jagdhornbläsern, welche den Anlass durch die jagdlichen Klänge verschönern“, bedankte sich Küenzi.
Der Stadtrat von Willisau, Pius Oggier, hiess die Jägerschaft auf dem Mettenberg herzlich willkommen. „Es freut mich, dass die Grünröcke bei uns auf dem Mettenberg – auf Willisauer Boden – zu Gast sind. Kurz stellte der Stadtrat das Einzugsgebiet, welches bis Ende Jahr noch vier Jagdreviere beinhaltet, vor. Auf das kommende Jahr wird Willisau mit Gettnau fusionieren und deshalb werden es ab 2021 fünf Jagdreviere sein. Anschliessend wünschte Pius Oggier den Weidwerker/innen viel Freude und Genugtuung bei der Ausübung ihrer Passion.
Zum Schluss richtete der Abteilungsleiter Natur, Jagd und Fischerei, Peter Ulmann, einige Worte an die Jägerinnen und Jäger. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für das grosse Wirken zu Gunsten der Luzerner Jagd.

Die neu brevetierten Jägerinnen und Jäger
Daniel Amrhyn, Adligenswil; Marcel Arnold, Sursee; Philippe Arnold, Inwil; Stefan Arnold, Schenkon; Marina Banz, Entlebuch; Severin Beer, Marbach; Gabriel Bieri, Hasle; Fabian Duss, Doppleschwand; Cornel Emmenegger, Sempach; Martin Emmenegger, Menznau; Benedikt Estermann, Eschenbach; Kilian Fischer, Grosswangen; Moritz Fischer, Schüpfheim; Maria Giese, Perlen; Thomas Hediger, Schwarzenberg; Rudolf Helfenstein, Sempach; Christoph Hitz, Schenkon; Dario Iseli, Schötz; Dominik Kindler, Schüpfheim; Reto Koch, Hellbühl; Jonas Lang, Retschwil; Simon Lüscher, Rain; Ismael Lustenberger, Grosswangen; Simon Meyer, Wolhusen; Sime Miocevic, Emmenbrücke; Kai Lukas Müller, Zell; Rita Nideröst, Ballwil; Ronny Portmann, Wolhusen; Christian Putscher, Wiggen; Leonie Röthlin, Emmenbrücke; Michèle Spielmann, Luzern; Ron Stadelmann, Romoos; Manuel Vogel, Entlebuch; Michael Wicki, Wolhusen; Lukas Wiprächtiger, Willisau.

Text und Fotos: Ramona Meyer-Stöckli

Impressionen